Bilder von "Warning UK" findet Ihr in der
Gallery. Review von OldSchoolJungelist
Nach langen Jahren waren wir mal wieder im guten, alten Vibration. Es sollte wohl
das letzte mal gewesen sein.
Schon vor dem Eintritt in den Beachclub war das Security-Personal damit beschäftigt,
Kiffer oder sonstig (scheinbar) aufgefallene Besucher aus dem Club zum Geschäftsführer
zu bringen. Offensichtlich machten sie da auch beim Clubeigenen Personal keine
Ausnahmen. Aber OK, dachte ich mir, ich weiß ja nicht was dazu führte.
Also durchquerten wir den Eingangsbereich (allerdings erst nachdem ich meine Zigarette
ausgemacht hatte, da mcih die Türsteher mit angezündeter Zigarette nicht
einliessen) und wunderten uns, warum um halb zwei nachts so wenig Leute da sind.
Nach einer Weile beschlossen wir, das Liquid-Café aufzusuchen, wo Jayze
gemütliche und doch tanzbare Breakbeats auflegte. Der Style erinnerte mich
schwer an Good Looking Rcords, richtig gute Musik, für eine ChillOut Location....
wow!
Da wär ich länger geblieben, wenn ich nicht vorher schon DJane Simone
gesehen hätte, die wohl kurz vor uns den Club betrat. Also begab ich mich
zum OldSkool Floor, wo sie auch schon die ersten Platten spielte. Wie erwartet
viel Happy Hardcore und Oldschool Jungle (für mich das beste Set der Nacht).
Zwischendurch nochmal in den großen Club, Ray Keith, auch ein sehr fettes
Set, nach geraumer Zeit mal wieder in die Liquid Bar zum ausruhen.
Dort wurde man (von den wirklich ständig mit Taschenlampen umherstreifenden
Securitys, was einem auf Dauer die Partylaune nimmt) darauf aufmerksam gemacht,
dass man den Club verlassen muss, wenn man die Augen schliesst oder gar einschläft.
Hey, wenn ich eine anstrengende Woche hinter mir hab, oder einfach nur mit geschlossenen
Augen Intelligent Drum'n'Bass genießen will flieg ich raus. Also ich bin
höchst verständnisvoll, was das Verhalten von Securitys angeht, aber
das war doch garnicht zu begründen, oder?
Kurz vor Ende der Party, ich befand mich mal wieder im Oldschool Bereich, da brach
zwischen zwei Gästen eine handgreifliche Auseinandersetzung aus. Bevor die
Security auftauchte, versuchte ein Bekannter von mir den Streit zu schlichten.
Als die Türsteher dann mal kamen, nahmen sie einen der Streithähne und
meinen Bekannten mit, liessen sich auch nicht davon überzeugen, dass er nicht
an dem Streit beteiligt war. Nach dem Motto erst Handeln, dann immer noch nicht
fragen. Danach sind dann auch wir gegangen, trafen vor dem Vibration drei Leute,
die wir mit an den Bahnhof nahmen, denen erklärten wir, dass wir mit den
Aktionen der Security-Leuten unzufrieden waren. Die drei meinten, dass sie in
dieser Nacht noch recht human gewesen seien, sie wären schon schlimmer gewesen.
Ich dachte nicht dass dieses Verhalten noch steigerungsfähig sei. Wenn man
bedenkt, dass die Party 18 Euro kostete und man sich überlegt, dass man da
die Türsteher mitbezahlt, waren das die letzen ausgaben, die ich dieser Truppe
gönnte.
Fazit: Freundliche Bedienung, sehr gute Musik, aber die unmöglichste Security,
die ich in meinen fast 10 Jahren Junglepartys je erlebt hab. ich mag das Vibration,
aber nicht zu diesem Preis.
Die Geschäftsleitung sollte sich mal überlegen, warum so wenig Gäste
kommen. Am LineUp kanns nicht liegen und der Eintrittspreis ist auch vertretbar.
Aber wer sogar das Ausruhen im Chillout-Bereich mit geschlossenen Augen verboten
bekommt, verliert jede Lust auf Party.
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