Bilder von "Kings of the Jungle" findet Ihr
in der Gallery Review von K-Crew
Das war also die erste Kings im Rhein-Neckar-Delta die nicht im alt ehrwürdigen
MS Connexion statt fand. Schon Wochen vor der Party wurde viel über die Party
geredet: Über das Lineup, über die neue Location, über die Kings
im Süden und parallel-Veranstaltungen am 02.10.05. Mit dem Taxi fuhren wir
vom Bahnhof zum Maimarktgelände. Erstaunlicher Weise sahen wir keinen einzigen
Polizisten (wie auch den Rest des Abends über).
Vor dem Eingang machten einige Italiener aus sich aufmerksam die Gefallen an den
deutschen Junglettes fanden. Unsere Karten haben wir an einer der drei Ticketboxen
abgeholt. 34,- € Abendkasse ist zwar viel Geld - gemessen am Lineup aber
nicht überhöht. Durch Gittertore dann aufs Maimarksgelände und
zum eigentlichen Eingang der gut organisiert war und man fix am Sicherheitspersonal
vorbei war. Direkt vor dem Eingang zu den Hallen war der Outdoorbereich mit paar
Fressbuden.
Inzwischen war es 23:00 h als wir die heiligen Hallen betraten. Den langen Floor
geradeaus war der Oldkool Area mit dem Bühne am hinteren Ende angelegt. Links
waren die Klos und ein Stück weiter der Durchgang zu Floor 1 und Floor 2.
Dort war rechts ie Mainstage und nach links ging es zum Alternative Floor. An
dem Durchgang zu den großen Floors war auch ein Merchandisingstand platziert,
bei dem man sich mit Shirts, Postern, Packs, Vinyl eindecken konnte.
Als wir den Mainfloor betraten war schon Mampi Swift an den Wheels of Steel und
haute eine Scheibe nach der anderen mit seinem harten Mixing
raus. Die Menge tobte bereits jetzt. Überhaupt waren wir überrascht
dass es jetzt schon so voll war. Aber es sollte noch voller werden. Trotz der
vielen Leute war das Klima und die Luft in der Maimarkthalle gut. Offensichtlich
waren auch die Veranstalter von dem Ansturm überrascht. Vor den Toiletten
und an die Getränkeständen musste man immer paar Minuten warten. Apropos
Getränke: Die Preise waren fair; gerade wenn man es mit den hohen Preisen
im MS Connexion vergleicht. Da kann man auch über die wenig stabilen Pappbecher
hinweg sehen mit denen es schwer sich durch die Menge zu drücken ohne den
Vordermann Bier über die Schuhe zu schütten.
Wir begaben uns dann auf den zweiten Floor. Hier war The Sound of Future D&B
den Abend über angesagt. Black Sun Empire, X-Plorer, Pendulum, Social Security,
Trace, Commix, usw. packten den freshesten Sound aus der Tasche. Gehostet wurde
der Alternative Floor von MC Verse und SP.MC. Die zwei lieferte eine super Performance
ab. MCing at its best. Von deutscher Seite waren MC Soultrain und MC Sinista am
Start die sich den UKlern gut ergänzten. Black Sun Empire waren gut, Trace
war heftig bis brutal, Pendulum - was viele überraschte - auch mit Neuro-Attacken.
X-Plorer mit einer Top-Selection, ebenso wie Commix der mit SP, Verse und Soultrain
ein Set der Spitzenklasse ablieferte. Besser kann D&B kaum sein.
Auf dem Mainfloor trat nach Doubledrop-Mampi Andy C "The Executioner"
an die Decks: 90 Minuten auf die zwölf. Der Mann mixt wie eine Maschine.
Spontane Trackauswahl macht er kaum, viele Übergänge hat er schon x
Mal gespielt. Aber gerade deshalb ist sein Mixing so perfekt. Am Mikrofon schossen
MC Foxy und Flux die Vocal-Salven in die Menge. "Who wants the Revolution?!"
Nach Andy kam für viele das Set des Abends. Der Mann aus Bristol den man
nur selten an den Decks erleben darf: Mr Roni Size. Er legte mit Final Scratch
auf. Am Mic supported wurde er vom Kollegen aus Bristol MC Dynamite. Wie die Leute
beim Set von Roni abgingen ist schwer zu beschreiben. So ein extatische Stimmung
mit whistels, horns, lighters und Arme in der Luft erlebt man selten. Pure Rave
Energie!
Danach trat der brasilianische Wirbelwind DJ Marky an die Decks. Zahnspangen scheinen
bei den D&B Artists aus Südamerika Mode zu sein. So wie Patife trug nämlich
auch Marky eine. Aber das nur am Rande. ;) Marky spielte ein Set mit neuen und
auch bekannten Tracks. Gewürzt wurde sein Set von beeindruckenden Scratcheinlagen,
die DJ Hype's Standard-Scratches wie Anfängerversuche wirken lassen. Marky
bei seinem Set zuzuschauen macht jedes Mal Spaß. Die Power überträgt
sich auch aufs Publikum.
Dann legte Shogun Audio Labelchef DJ Friction auf. Gewohnt gut mit sehr gutem
Mixing. Die MCs hatten inwzwischen gewechselt. Det, Fearless und Moose wechselten
sich ab. Und gefiel Fearless am besten. Auch weil er vom Style her am besten zu
Friction passt. He's got the flavour for raver.
Aphrodite überraschte uns. Kein Jumpup, sondern upfront Drum'n'Bass. Gut!
Als um kurz nach 6:00 h Baron sein Set beginn war die Halle immer noch gut gefüllt.
Baron holte nochmal alles raus und es wurde ausgelassen gefeiert.
Der Oldskool Floor war diesem Mal richtig geil. Nachdem Freeze ein raggalastiges
Set spielte, performte die Bassline Generation neue Stücke und Klassiker
live. Danach trat der Mann mit der gelben Leuchtbrille - MC 5ive-O - auf die Bühne
und kündigte Nicky Blackmarket an. Wicked! Mickey Finn rockte den Oldskool
Floor weiter, übergab dann Darren Jay, bevor Jan Sirup und DJane Simoné
von halb 6 bis 8:00 h den krönenden Abschluss von "Those were the dayz"
besorgten.
Hervorzuheben ist das sehr gute Sound- und Laser-/Lightsystem. So einen Druck
aus den Boxen haben wir schon lange nicht mehr erlebt. Weitere Pluspunkte: Alle
Artists waren anwesend, keine Polizei, angemessene Preise, gute Luft, Location
gut zu erreichen. Minuspunkte: Zu wenig Sitzmöglichkeiten oder Chillout,
langes Warten vor Toiletter und Getränkestand.
Alles in allem eine Top-Veranstaltung, für die sich auch die weitere Anreise
der Besucher aus Italien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Holland gelohnt
hat. Vielleicht sogar die beste "Kings" bisher. Wir freuen uns auf den
30.04.2006.
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