D Bridge (Bad Company UK), Docuba (Danger Crew), Agent Orange (Danger
Crew), DJ Rob (Danger Crew)
MCs:
Stirlin (Metalheadz UK), Motive (La Boutique)
Bilder von "Pleasure & Pain" findet Ihr
in der Gallery Review von dino
Seit mittlerweile elf Jahren sorgt Münchens Danger Crew nun schon mit etwas
– nennen wir es mal – unkonventionellen Festen in der Bayrischen Landeshauptstadt
für Furore. Was sich den Sommer über in freier Wildbahn abspielt wird
seit jeher in den kälteren Wintermonaten in wohlig warme Clublandschaften
verlegt. Der Startschuss für ihre Clubnight Serie „Pleasure & Pain
– premium drum’n’bass!“ hallte erstmals 1998 durch die
Katakomben des Ultraschalls und seither sorgten so illustre Gäste wie John
B, Doc Scott, Decoder oder Suv für ein wenig London Feeling an der winterlichen
Isar.
Nach dem fulminanten Relaunch der diesjährigen Eventreihe im November waren
die Reaktionen der Münchner Junglists wie gewohnt durchwegs positiv und man
fieberte in den diversen Foren schon erwartungsvoll dem ersten UK Booking der
diesjährigen Serie entgegen. Als erste Starguests waren keine Geringeren
als D Bridge vom legendären Produzenten-Trio Bad Company UK und MC Stirlin
von Metalheadz auserkoren worden.
Als die beiden Engländer, nach verspäteter Landung, dann am frühen
Samstagabend endlich im Hotel eingecheckt waren, ging’s erst mal los um
ihnen ein wenig Bayrische Kultur näher zu bringen. Und wo geht das am Besten?
Richtig – beim Essen: nach je einer halben Ente mit Blaukraut und Kartoffelknödeln
und etlichen Stamperl Enzian blickte man in zufrieden Gesichter, die allerdings
auch ein wenig müde dreinschauten. In Anbetracht der noch bevorstehenden
langen Nacht: etwas bedenklich. Allerdings blieben für die Beiden ja noch
einige Stunden zum Chillen...
Gegen Mitternacht wurde es dann schlagartig voll im Club und im Mainfloor tummelten
sich bereits die ersten Tänzer die zu DJ Rob’s Liquid Sounds abgingen.
Wie auch schon im November war der Ansturm so groß, dass sich vor der Location
eine beachtliche Schlange bildete und zeitweise die Türen verschlossen bleiben
mussten um für ein wenig Entspannung zu sorgen. Nach etlichen Rewinds übernahm
gegen eins Docuba an den Playern.
Mittlerweile hatte sich auch die Raumtemperatur der Stimmung angepasst und an
der backsteinernen Rundbogendecke konnte man die ersten Kondenswassertropfen sehen.
Nach knapp einer halben Stunde Set das unter Anfeuerung von MC Motive mit einem
ohrenbetäubenden Schrei-Konzert quittiert wurde war es an Agent Orange den
letzten Part vor den Hauptacts zu bestreiten. Schon die ersten Tunes im jahreszeitgemäßen
Weihnachtsmannkostüm brachten dann auch den Letzten zum ausflippen und Punkt
Zwei Uhr betraten D Bridge und MC Stirlin die Manege.
Was D Bridge in den darauf folgenden dreieinhalb Stunden aus seiner Plattenkiste
zauberte war phänomenal! Man kann gespannt sein was man in den nächsten
Monaten alles von D Bridge zu kaufen bekommt – seine Dubplates ließen
auf alle Fälle keine Wünsche offen! Als gegen halb Sechs die Lichter
angingen war die Meute tanzwütiger immer noch nicht kleiner geworden und
D Bridge wurde nicht müde eine um die andere „letzte Platte“
aufzulegen.
Wie am nächsten Tag dem Forum zu entnehmen war darf man ohne Übertreibung
sagen, dass sich die Dezember Ausgabe von Pleasure & Pain zur Riege der besten
Münchner Drum’n’Bass Partys des Jahres gesellt. Sehen wir mal
was uns im Januar erwartet...
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