|
Zeal & Brainwash - Away / Zeal & Litta - Time of Day (Steppasoundz 009)
Seit Ende des Monats ist das neue, nur digital erhältliche, Steppasoundz Release 009 exklusiv als MP3 bei Beatport [1] erhältlich. Zwei typische Steppasoundz Tunes von den neu verpflichteten UK Produzenten Zeal & Litta und Brainwash - die dafür sorgen, dass die Tanzflächen in Bewegung bleiben. "Away" startet mit atmosphärischen Flächen und Chören über die sich gefilterte und geflangte Drums legen. Schon die dann einsetzte Bassline zeigt die Marschrichtung: Auf zum Dancefloor, wo die fetten Drums dann nochmal mehr schieben. "Time of Day" auf der Flip eröffnet mit einem breakigen Intro, das von einer dünnen aber markanten Synthline ergänzt wird. This one's for the heads. Gutes Release mit dem besseren Tune auf Seite A.
|
|||
|
London Electricity - Syncopated City (Hostpital Records NHS142CD)
"Syncopated City" heisst das nach "Pull The Plug", "Billion Dollar Gravy" und "Power Ballads" nun vierte Studioalbum von London Electricity. Der von Tony Colman produzierte Longplayer verbindet typische London Elektricity Funktracks wie "Sat Nav" mit Smasher für den Dancefloor und gefühlvolleren Stücken wie "Uska" und "Bare Religion". Das Album beinhaltet Gastauftritte von Lianne Carroll (zweifache BBC Jazz Awards-Gewinnerin) bei Tracks wie "This Dark Matter", "The Point Of No Return" und "And Hell Is Breaking Loose" und der schwedischen Sängerin Elsa Hedberg ("Just One Second"). Tacklist: 1. Bare Religion 2. This Dark Matter 3. Just One Second 4. All Hell Is Breaking Loose 5. Southeastern Dream 6. Attack Ships On Fire 7. Point Of No Return 8. Outnumbered 9. Uska 10. Sat Nav 11. Syncopated City Revisited
|
|||
|
Isotop + Shots feat. The Phalanx - Assembler / Budoka - Aether (Tilt Rec. 009)
Neben der digitalen T-Files Serie ist Tilt Recordings das outlet für die haptischen Vinylreleases des Labels von Budoka, Bad Boy Kaiza und DJ Hektik. Von Isotop + Shots gab es mit "Burning Identity" "bereits im Januar 2008 ein Release auf T-FREE mit dem die Jungs im Subgenre des technoiden Drum'n'Bass auf sich aufmerksam machten. Zusammen mit "The Phalanx" präsentieren sie nun den Track "Assembler", laut Presssheet: "a totally boring tune with a totally boring beat and a boring bassline". "Assembler" ist Drum'n'Bass in Maschinensprache: Trocken, mechanisch, auf den Punkt und definitiv ein gutes Tool. "Aether" von Budoka auf B-Seite startet mit einer bedrückenden, atmospärischen industrial Soundcollage die jäh von einem Break verschlungen wird und heftig mechanisch-treibende Beats und geradelinige Synthsounds den Weg frei macht. Pure Neurofunk und auf diesem Release unser Favorit.
|
|||
|
v.a. - Basswerk Sessions Vol. 3 (Basswerk Records)
Basswerk did it again! Das wohl führende deutsche Drum´n Bass Label rund um den Kölner Produzenten und DJ Heiner Kruse (The Green Man) hat seine 3. Compilation auf den Markt gebracht. Witzig hierbei ist, dass Vol. 1 noch aus einer CD bestand, Vol. 2 aus einer Doppel-CD und Vol. 3 nun ganze drei Hammer-CDs vereint. Extrem abwechslungsreich, unterteilt sich das Werk in eine „chill-session“, „groove-session“ und eine „technik-session“. Unter den insgesamt 40 Stücken finden sich neben alteingesessenen Szenevertretern wie The Green Man selbst, NME Click, Giana Brotherz oder N.Phect & Dizplay auch eine Menge unbekannter Namen. Basswerk beweißt wiederum ein gutes Händchen und präsentiert Newcomer und Shootingstars aus der ganzen Welt – unter anderem aus Frankreich, Spanien, USA, Neuseeland oder Tschechien. Senkrechtstarter Camo aus Österreich ist z. B mit ganzen 3 Tracks wiederzufinden. Die „chill-session“ macht ihrem Namen alle Ehre und glänzt mit herrlichen Gesangseinlagen und sommerlich frischen Melodien. Besonders empfehlenswert hierauf Jonathan Baker´s Opener „cotton candy“, Enea´s „Star“, mit den wunderbaren Vocals von Mika und Amaning & Stunna´s „falling“. Auf CD 2 steht der „groove“ im Vordergrund. Hier gibt es verspielte Gitarren, soulige Vocals oder auch deep-rollende Bässe zu hören. Unter den 13 Songs findet sich auch ein alter Hit: „easy“ von The Green Man in Kooperation mit den MCs Chevy und Dragoon. Der Track wurde bei den Future-Music-Awards 2004 zum besten nationalen Release gewählt und passt wunderbar in das Konzept dieser zweiten CD. Freunde der härteren Gangart sei CD 3 besonders ans Herz gelegt. Der Opener dieser „technik-session“ – „always on my mind“ von Dementia & NME Click, gibt unwiderruflich die Richtung vor, denen die folgenden 12 Tracks gradlinig folgen: Pushend, drückend, rockend! Zu den Highlights dieser Scheibe zählen definitiv die Neuauflagen zweier „Klassiker“, und zwar „White Russian“ von N.Phect & Dizplay im State of Mind Remix und der 2008er Remix der Giana Brothers von „Wüstensturm“. Alles in Allem stehen die anderen Granaten diesen 2 Hymnen aber in keiner Weise nach. Besonders hervorzuheben sein da meiner Meinung noch Cytech´s „fear“, dass letzte Stück der CD, welches einmal mehr durch Matthias Keufen´s experimentelle Beatarbeit besticht. Insgesamt ein schönes Sammelsurium, welches ein breites Spektrum an DnB präsentiert und übrigens großartig zusammengestellt ist. Unbedingt reinhören!
|
|||
|
Wonderblend - Cinema / Jazz Thieves - Shaken Not Stirred VIP (Phushin' Wax Rec. 005)
Vom den aus der Ukraine stammenden und auf Pushin' Wax frisch gesignten Wonderblend Jungs kommt der Track "Cinema": Ein schneller Roller mit Big Band Elementen, einer Portion Jazz, Swing und Streichern der auch bestens als Soundtrack für einen 70er Jahre Agentenfilm dienen könnte. Eine Ähnlichkeit zu älteren EZ Rollers Stücken ist unverkennbar. Das Original von Artificial Intelligence's "Shaken Not Stirred" war schon 2006 auf der Liquid V Mix CD "The Big Picture" zu hören und wurde nun von den Jazz Thieves mit zusätzlichen Gitarrensounds, Synthies und Percussions aufgemöbelt. Easy...
|
|||
|
Shar-Pei & Systec / S.O.A.P. - Massive Core EP (Dragon Technicals Rec. Mannem 003)
Bereits am 25. April 2008 erschien das dritte Release des Dragon Technicals Rec. Label, kurz Monnem 003. Die Massive Core EP genannte Scheibe enthält einen Track von den Label Heads Shar-Pei und Systec, sowie zwei internationale Produktionen. "Up to Heaven" von Shar-Pei und Systec ist ein klassischer Happy-Breakbeat-Piano-Track dessen markantestes Merkmal das "Above the Clouds" Sample ist: Sometimes you're thinking to make yourself a new life, on your own, on your own. You dream of heaven, now create what you like and have fun, whoa hoooo...". Es ist immer wieder erstaunlich wie die Jungs es schaffen trotz der vielen aktuellen Einflüsse den Sound so konsequent zu fahren. Die Flip läuft auf 33 und so finden zwei Tracks darauf Platz: "Traveling at the Speed of Light" des finnischen Producers S.O.A.P.. Der Track war übrigens auch Titelsong der Breakpoint 2005, einer der größten deutschen Demoszene- und LAN-Party. Der zweite Track "Say you Will" kommt von den Machern des englischen Hardcore-Labels "Repeat Offender Records" DJ Wax und DJ Inferno.
|
|||
|
Original Sin : Feels Good / Skank Nasty (Propoganda 022)
Auf dem 22. Release des Propaganda Labels gibt sich Original Sin, vielen wohl eher unter seinem Alter Ego G Dub bekannt, die Ehre. "Feels Good" auf der A-Seite ist ein klassischer Partytune wie man sie aus dem DJ Hype, Taxman, G Dub, Playaz und Ganja Records Umfeld kennt. Beim Break schraubt sich die Synthline fies aus durch einen Hochpassfilter nach vorne, bevor es in guter Jumpup Manier einen auf die zwölf gibt. "Skank Nasty" auf der Flip steht "Feels Good" in nichts nach und ist durch die sehr eingängig und gelayerte Hookline noch kitschiger zu hören. Für Liebhaber des kompromisslosen Partysounds eine echte Empfehlung. Die Promos sind bereits jetzt erhältlich. Das Full Release erscheint mit Juli 2008.
|
|||
|
Syncopix - Icarus LP (Syncopix CD001)
Roland Bogdahn hat gerade erst zusammen mit Buddy Michael Sauer ein Album veröffentlicht, da kommt auch schon sein ganz eigenes Debüt auf eigenem Label ums Eck. Die 13 exklusiven Tracks zeigen seine ganze Bandbreite von heaviest Liquid („Rising" und „Chronos" haben ad hoc Hymen-Status) über Rock-Rave (Gitarren werden nicht erst seit „Nightlistener" und „Anonymous" eingesetzt) bis hin zu slicken Rollern wie „Lost In Space". High-End-Produktionen am Fließband. Da findet jeder Dj seinen Liebling, garantiert. Doch leider verbrennt sich das Ganze im Album-Format wie der Album-Titel schon suggeriert – eine Bruchlandung gibt es aber nicht.
|
|||
|
Douglas Greed - Remix EP (Combination 057)
Drum'n'Bass-Produzenten gehen in letzter Zeit vermehrt zu Dubstep und ähnlichem über. Auf geraden Beats hat man sie aber selten erlebt. Insofern dürfte diese EP, die gleich vier echte Headz auf scheinbar ungewohntes Territorium entführt, ein echtes Novum sein. Douglas Greed ist den Breakbeat-Nerds selbst auch als DJ Real bekannt und begeisterte immerhin Marcus Intalex, Klute sowie Miguel Ayala und Chopper aka Einzelkind zum Feldversuch. Dass alle bereits Erfahrungen in diesem Spektrum gesammelt haben, hört man ihren Produktionen an. Intalex zeigt mit seiner Bassline noch am ehesten die übliche Soundfülle, bleibt aber im Vergleich zu seinen Kollegen harmlos. Klute hat gar nicht die großen Floors im Sinn, sondern tweakt und ploinkt bis die Psychose kracht. Eher für nebelschwere Momente. Punktsieger sind daher die Einzelinder, die am kompromisslosesten nach vorne eilen, zuerst der Wumms und erst dann die Breite des D'n'B.
|
|||
|
Ostinato / DJ Da Cut - Antiaircraft / Fake Democrazy (Rudel Records 002)
Fast untergegangen wäre mir die jüngste Rudel Records. Dabei wird hier PostRock-Intro mit Jungle-Vibes und analoges Gefühl mit digitalem Druck auf so originäre Weise verbunden, dass es nicht einfach ist, einen Vergleich zu ziehen. Baze Djunkiii und DJ Da Cut aka Maya Princess auf der einen und Rattlesnake auf der anderen Seite remixen was Spaß macht. Das Ergebnis ist dann weit entfernt vom überproduzierten Neurowahn und bringt vielmehr zuweilen verloren gegangenes Trillerpfeifen-Flair entspannterer Tage zurück. Da werden Hände und Füße revitalisiert.
|
|||
| 1 | 2 [2] | 3 [3] | 4 [4] | 5 [5] | 6 [6] | Weiter [2] |