Die erste Portion des Zweiteilers „History Drum’n’Bass“
führt euch in die Welt der End-Achziger, die die Musik maßgeblich beeinflusst
hat. Taucht ein in die Geschichte der elektronischen Musik…
Ende der 80er war die Musik, wie man sie bis dahin kannte, im Umbruch. Nachdem
seit der Erfindung des Synthesizers 1965 elektronische Musik nur durch Elektronik-Tüftler
wie Kraftwerk, Mike Oldfield, Yello, Jean-Michel Jarre, Tangerine Dream aber auch
Pink Floyd aufwendig und teuer produziert wurde, kamen Anfang der 80er die ersten
Sampler zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt. 1983 wurden die ersten MIDI-fähigen
Geräte vorgestellt und nahezu alle Studios hatten plötzlich einen Computer
im Inventar – sei es der Atari in Europa oder der Apple in den USA. Wenn
man mal von HipHop absieht, überraschten die ersten Ergebnisse dieser Entwicklung
die Musikliebhaber in Form von House aus den industriell geprägten Ghettos
im Nord-Osten der USA, aber auch Europa, genauer: Belgien veränderte mit
Industrial-Ablegern wie Electronic Body Music Hörgewohnheiten.
Ab 1990 trat ein Hybrid dieser beiden Musikstile seinen Siegeszug durch Deutschland
und - kurze Zeit später - die ganze Welt an: Techno. Sven Väth und sein
Club "Omen" haben eine exorbitante Wirkung auf die Jugend und innerhalb
kürzester Zeit beherrscht das Technofieber ganz Deutschland. Ganz Deutschland?
Nein! Ein von unbeugsamen Kurpfälzern bevölkertes Dorf Namens Mannheim
hört nicht auf, dieser Entwicklung Widerstand zu leisten… ok, so dramatisch
hat es sich dann doch nicht abgespielt. Nahezu alle DJs spielten zu dieser Zeit
eine uns heute merkwürdig erscheinende Mischung aus Techno, Detroit, House,
New Jack Swing, Rave, Uptempo-HipHop und EBM, der gemeinsame Nenner waren lediglich
die damals üblichen 120-130bpm. Durch diese Mixtur inspiriert, tauchen schon
früh erste hochgepitchte HipHop- und Funk-Loops in Produktionen aus England,
aber auch den USA oder Deutschland auf. In genau dieser Zeit treten in Köln,
Mannheim und Berlin die ersten Aktivisten auf den Plan, die später wegweisend
für die deutsche Breakbeat Szene werden sollen. Da aber ein Gespür oder
auch nur Faible für Trends und musikalische Entwicklungen allein nicht ausreicht,
um eine dauerhaft beständige Szene, die ja vom DJ über die Institutionen
bis zum Raver alle Faktoren beinhaltet, zu erschaffen und zu festigen, muß
man wohl Mannheim als wichtigsten Geburtsort der hiesigen Szene akzeptieren.
1990...
…...übernimmt Dirk Mantei aka D-Man die Geschäftsführung
eines heruntergewirtschafteten Abschreibungsprojektes, schmeißt das verottete
Interieur raus, baut eine schon bald überregional berühmte Anlage mit
unglaublichen Bässen ein und nennt sein Projekt "milk!". Der Laden
hat Freitags Techno und Samstags House im Programm und läuft zunächst
hervorragend, kann aber bereits nach wenigen Monaten nicht mehr der Anziehungskraft
des Frankfurter "Omen" standhalten – alle, die in Mannheim schon
für diesen neuen Sound bereit waren, pilgerten wöchentlich zu Sven Väth
um die explosionsartige Evolution von Techno live mitzuerleben. Zu diesem Zeitpunkt
spielen im gleichen Etablissement DJ Groover Klein donnerstags "mixed music"
und DJ Sascha, später bekannt als Bassface Sascha, sonntags HipHop.
In Köln veranstalten Triple-R und Bleed ihre ersten Parties in besetzten
Häusern. Nicht etwa, weil sie selbst Squatter gewesen wären, sondern
eher, weil die Bewohner derselbigen am leichtesten zu überreden waren. Es
folgen erste Warehouse Parties in stillgelegten Fabrikhallen, keine der Parties
zieht weniger als 300 Besucher an. Der damalige CBS Chef Markus Linde beklagt
sich bei einer Promotionagentur, das seine Vinylprodukte aus den Bereichen Independent
und Punk nicht in allen wichtigen Plattenläden der Republik vertreten sind
und so gründen die beiden Dortmunder Jochen Finke und Dirk Huesgen kurzer
Hand den NTT Vertrieb. Sie wissen noch nicht, dass sie nächstes Jahr bei
einem Ihrer Vertriebspartner Namens "SRD", bei dem sie englische Punk-Schallplatten
erwerben, die ersten Breakbeats vorgespielt bekommen.
1991
In England sorgen einige neue Labels wie Reinforced und Moving Shadow für
Aufsehen, auch altgediente Acid-House Labels wie Production House werden immer
breakbeatlastiger. Die beiden Kölner Triple-R und Bleed kratzen ihre gesamte
Kohle zusammen und fahren das erste Mal nach England, um alle greifbaren Labelbosse,
Produzenten und DJs zu interviewen, die ihnen in die Finger kommen. Die Situation
erscheint abenteuerlich, da die meisten noch aus dem Keller ihrer Eltern, irgendwelchen
Autowerkstätten oder ähnlich ungeeigneten Räumen agieren. Der NTT-Vertrieb
importiert die ersten Breakbeat Schallplatten nach Deutschland und muß feststellen,
dass sich trotz großzügiger Promotion niemand wirklich dafür interessiert.
In Frankfurt gründet Achim Szepanski das Label "Force Inc.". Die
Cat.No. 005 ist von einem bis dato unbekannten Berliner Namens Alec Empire, von
ihm kommen die ersten richtigen Breakbeat-Produktionen außerhalb Englands.
Sein Sound war brachial und noisy und zumeist auch nicht ohne Aussage: Alec Empire
war ganz klar politisch motiviert und eher im Punk und Hardcore zu Hause als bei
zugepillten Peace, Love & Unity Ravern. Die Situation in Mannheim ist verfahren,
das "milk!" schlechter besucht als je zuvor und DJ Groover Klein und
DJ Sascha, der neben HipHop bereits seit 1985 elektronisch geprägten Sound
in diversen regionalen Clubs spielte, springen immer öfter für DJ-Legende
G.O.D. (RIP) ein, der verständlicherweise andere Bookings dem schlecht besuchten
"milk!" vorzieht. Als die Situation am schlimmsten ist und der Geschäftsführer
sich in einem sich permanent verlängernden Urlaub befindet, entschliessen
sich die beiden, als letzte Notlösung eine richtige Party im "milk!"
zu machen. Es werden das erste Mal "Specials" wie Flyer, Deko und ein
zweiter Floor eingeführt. Ja, ihr habt richtig gelesen – Flyer, Termine
oder gar Anzeigen in Zeitungen waren für Clubs zu dieser Zeit einfach nicht
üblich. Die Party wird ein Erfolg und ähnliche Events folgen bis zum
Jahresende.
1992
Dieses Jahr spielt ohne Übertreibung die bedeutendste Rolle in der Entwicklung
der deutschen Breakbeat Szene und - wie könnte es schöner sein –
ein dummer Zufall beschleunigt diese in einem ungeahntem Masse. Im Januar reist
Nils Hess aka DJ Puppetmaster, ein alter Bekannter der "milk!" Crew,
seines Zeichens Schweizer, der seit längerem in London lebt und arbeitet,
mal wieder nach Mannheim um seine Freunde zu besuchen. Wie schon öfter spielt
er auf einer Party im "milk!" – doch dieses Mal überrascht
er das Publikum mit brandneuen Scheiben aus London und spielt zwei Stunden lang
das erste reine Breakbeat-Set in Mannheim. Der Laden fliegt auseinander, die Luft
brennt, die Atmosphäre ist schier unglaublich.
DJ Groover Klein und DJ Sascha bekommen das erste Mal eine Ahnung davon, wie man
sich in Zukunft noch besser vom übermächtigen Frankfurter Techno-Diktat
absetzen kann und auch einige Noch-Raver und Techno-DJs wie Tobi & Jonathan
haben an genau diesem Abend ihr Schlüsselerlebnis. Sämtliche Besucher
sind wie paralysiert von diesem Ereignis und von diesem Abend an war das "milk!"
nicht nur Stadtgespräch, sondern auch jede Woche voll bis unters Dach - ab
sofort werden samstags im "milk!" nur noch Breakbeats gespielt. Tobi
& Jonathan ergänzen das Wochenende, indem sie ihre Techno-Afterhour im
"Subway" auch mehr und mehr auf gebrochene Beats ausrichten. Das "milk!"
entwickelt sich in ungeahntem Masse – ein Menschenauflauf vor dem Club,
bevor er überhaupt aufmacht, ist keine Seltenheit. Aber erst nach einigen
Monaten realisieren DJ Groover Klein und Dj Sascha erst richtig, was in ihrem
Club eigentlich los ist: die Gäste kommen nicht etwa aus der näheren
Umgebung, sondern pilgern aus allen Teilen der Republik beinahe wöchentlich
nach Mannheim - ein durchschnittliches Einzugsgebiet von ca. 400km ist nicht übertrieben.
Unter den Reisenden befindet sich auch ein, inzwischen von Techno gelangweilter,
DJ aus München: Dj Tobestar. Er ist, wie jeder, der damals anwesend war,
sofort völlig überwältigt und schliesst sich mit seinem Partner
Felix Houzer zur Juice Massive zusammen, um fortan München mit Breakbeats
zu beschallen. Auf ihrer ersten selbst organisierten Party spielen Triple-R, Bleed
und Alec Empire. Alec´s neuer Tune "Hetzjagd auf Nazis" schlägt
nicht nur hier ein wie eine Bombe. NTT importiert eine immer größere
Auswahl an gebrochenen Beats, die Verkaufszahlen sind jedoch immer noch als unbedeutend
einzustufen. Triple-R und Bleed hängen jede Woche mehrfach am Telefon, um
im HardWax Berlin die frischesten Importe abzustauben, ihre Warehouse Parties
in verschiedensten Locations laufen immer noch excellent und bereichern das Kölner
Nachtleben.
Bleed konzentriert sich zunehmend auf Drum´n´Bass, Triple-R verfolgt
nach wie vor den Gedanken, alle Styles zu bedienen. In Mainz beschallen DJs wie
Ian Pooley und DJ Tonka die legendären Breakbeat-Parties am Brückenkopf
in Mainz, wo sich auch die Pioniere aus Köln und Mannheim das erste Mal begegnen,
Kontakte knüpfen und einen ersten Austausch vereinbaren. Die "milk!"
Posse reist mit einem klapprigen Lastwagen nach Berlin, um aktiv an der Love-Parade
teilzunehmen. Auch für die Kölner gewinnt Berlin an Bedeutung, durch
ihre engen Kontakte zu Alec Empire treffen sie unter anderem auf Jürgen Lahrmann,
der die beiden engagierten Journalisten für sein Magazin Frontpage gewinnen
kann. Nils Hess aka DJ Puppetmaster tritt wieder auf den Plan, und auch dieses
Mal bleibt ein eher unscheinbares Detail nicht ohne Folgen: er leiht einem Freund
in England Geld, damit er sein eigenes Label gründen kann und um ihn zu supporten,
lädt er ihn nach Mannheim ein. Der erste UK DJ in Deutschland und im "milk!":
Bryan G. Tobi & Jonathan verlassen aus gesundheitlichen Gründen das "Subway"
– das Publikum setzt sich zunehmend aus Zuhältern und anderen zwielichtigen
Gestalten zusammen, es gibt Schlägereien und nicht selten fliegen Aschenbecher
oder Gläser in Richtung des DJ-Pultes.
Das Publikum im "milk!" war anders – und wahrscheinlich ebenso
für den Erfolg des Clubs verantwortlich wie die Musik. DJ Groover Klein hat
das Publikum einmal beschrieben, wie es treffender nicht sein könnte: "In
Restdeutschtand regierte Tekno mit beliebig vielen K's, in Mannheim feierte die
britische Rave-Kultur mit Old School-Sneakers, Adidas-Klamotten, Stüssy-Hüten
and Wollmützen. Die "milk!-Posse" rekrutierte sich aus Teenies,
Alt-Hippies, Migranten-Kids, Skatern, Studenten and SV Waldhof-Hooligans, die
via Ecstasy zu friedliebenden und sich umarmenden Ravern mutierten. "We are
one family" heißt es in einem Track des Londoner DJ's Mickey Finn.
Der wurde nicht von ungefähr zur Hymne dieses allwöchentlichen Wahnsinns.
Pills'n'Thrills bis weit über die Sperrstunde hinaus."
Im Herbst findet im Mannheimer Rosengarten der "Escalation" Rave mit
nahezu allen Technogrößen dieser Zeit statt. Nach der Veranstaltung
tauchen Alex Azary (Aural Float, Elektrolux), Marc Spoon, Tanith, Kid Paul und
andere auf einer Afterhour im "milk!" auf und verstehen die Welt nicht
mehr. Eine Atmosphäre wie diese kannten sie bisher nicht. Sie sind sogar
so begeistert, dass sie am nächsten Samstag wiederholt nach Mannheim fahren
– zum feiern. Nach einer ausgelassenen Nacht bieten Alex Azary und Marc
Spoon den beiden "milk!" Residents an, einen Breakbeat-Abend im Frankfurter
"XS" Club zu versuchen. Am Nikolaustag findet die erste Party in Frankfurt
statt, und da nicht nur Frankfurter, sondern auch so gut wie alle Mannheimer vor
Ort sind, wird der Abend ein voller Erfolg. Nur eine Woche später spielt
das "milk! Dj Team" das erste Mal Breakbeats vor mehreren zehntausend
Menschen auf einem Groß-Rave – der Mayday in Berlin / Halle weissensee
(Mayday 3 "forward ever - backward never"). Der NTT Vertrieb verzeichnet
im Bereich der gebrochenen Beats den ersten Verkaufsschlager: die Labello Blanco
Christmas Box ist auf ein Mal deutschlandweit gefragt.
1993
Aufgrund der erfolgreichen Party im Dezember erhält das "milk! DJ Team"
eine wöchentliche Residency im Frankfurter "XS". Frankfurt und
Mannheim verschmilzen zur Rhein-Main Connection – die meisten Leute fangen
freitags im "XS" an, fahren samstags ins "milk!" und sind
zum Großteil auch noch sonntags im "OHM" anzutreffen, der neuen
Homebase von Tobi & Jonathan. Die Mannheimer Innenstadt gehört von Samstag-
bis Sonntagabend den Ravern: hunderte von Menschen feiern in den Clubs und noch
einmal so viele versammeln sich draußen auf der Straße. Wenn das "OHM"
Sonntagmittag schließt, läuft man entweder mit einer Hundertschaft
im Mannheimer "Marché" Restaurant ein und bringt das Personal
zur Verzweiflung oder vergnügt sich bei schönem Wetter unter dem "Sechserbau",
einer Autobahnbrücke im Norden Mannheims. In München veranstaltet die
"State of Riot" Crew ab April regelmäßige Parties im Backstage
und da Felix Houzer aus der "Juice Massive" aussteigt, findet DJ Tobestar
hier ein neues zu Hause. In Köln ist alles wie eh und je: Triple-R und Bleed
veranstalten regelmäßig ihre One-Offs in alten Fabrikhallen, U-Bahn
Stationen und zunehmend auch in Clubs. Besucherzahlen steigen teilweise auf bis
zu 1000 Menschen an. "Force Inc." gründet das Sublabel "Riot
Beats", da die inzwischen festgefahrenen Technofans nicht mehr mit dem großen
Spektrum des Labels konform gehen.
In Frankfurt werden die ersten Raver zu Veranstaltern und DJs: Scoo-Break, Soniq
und DJ Kwik veranstalten die XS Warm-Up Sessions im Erdbeermund, aber auch in
Köln, Mannheim, Berlin, Franken und im Ruhrgebiet geht die dritte Generation
an den Start – gewiß auch in anderen Städten, aber von nennenswerten
Clubs oder Parties kann man hier nicht sprechen. Dagmar da Mörderin und Oliver
von Felbert (Groove Attack) werden durch den Jungle-Hype aus London mit Breakbeats
infiziert und veranstalten erste Ragga-Jungle Parties in Köln, X-Plorer zieht
ungefähr zeitgleich aus Mallorca in die Domstadt, um nur wenige Wochen später
seine ersten Scheiben auf den Parties von Triple-R und Bleed aufzulegen. In Essen
veranstaltet Dj Venus Parties in der Korova Milch-Bar, in Berlin stoßen
DJ Moonraker und Carl Crack zu Alec Empire´s Projekt "Atari Teenage
Riot" und in Nürnberg finden erste Events auf dem Boot statt. In der
Mannheimer Region tauchen das erste Mal DJs wie Jan Sirup und E.Decay, aber auch
die Bassline Generation auf Flyern auf. Eine selbst organisierte Party in Sinsheim,
einem kleinen Kaff im Kraichgau, wächst innerhalb von Minuten zu einem amtlichen
Rave heran und zieht knapp 1000 Feierwütige in ihren Bann. Die Musik wird
zunehmend härter, die erste Darkside Welle bricht über die Clubs herein.
1994
In diesem Jahr schlafft die stetig anwachsende Euphorie zunehmend ab - durch die
Darkside-Welle, aber auch durch immer massiver auffallenden Drogenkonsum bleiben
viele Leute den Parties fern. DJ Groover Klein und Triple-R kehren, zum Teil aus
oben genannten Gründen, den Breakbeats den Rücken und widmen sich zunehmend
House oder Minimal Techno. Trotz der Gründung seines eigenen Labels "Digital
Hardcore" sinkt auch das Interesse von Alec Empire an der Musik, für
ihn wird der Sound zu kommerziell. Er sieht eine ähnliche Entwicklung wie
schon zuvor beim Soul Ende der 60er und beim HipHop Ende der 80er – die
Musik muß in den Clubs funktionieren und wird cleaner und somit für
ihn langweiliger. Von ihm stammt der Satz: "Meine Musik entsteht aus Hass
und Wut auf diese Gesellschaft, der heutige Jungle entsteht aus Pfeifenrauch und
Goldkettchen – ab jetzt trennen sich unsere Wege." Was nun auf dem
Label erscheint, wird in der Tat nicht mehr auf "gewöhnlichen"
Parties gespielt.
Das XS stoppt im Frühjahr die wöchentlichen Breakbeat Events, die regelmäßigen
Parties in München werden eingestellt und auch das "milk!" schließt,
allerdings aufgrund unüberwindbarer Diskrepanzen mit dem Besitzer. Trotzdem
gibt es auch dieses Jahr eine Reihe von außergewöhnlichen und positiven
Entwicklungen: Im Mai findet die erste "Euphoria" im Dorian Gray am
Frankfurter Flughafen statt. Tausende von Ravern feiern beinahe drei Tage am Stück
zu 3h-Sets von Carl Cox, Bryan G, LTJ Bukem, Peshay, Mickey Finn, Bassface Sascha
und der Bassline Generation. Bassface Sascha gründet das erste ernstzunehmende
Drum´n´Bass Label in Deutschland, "Smokin´ Drum".
In Mannheim werden Tobi & Jonathan zunehmend aktiver und beleben im Sommer
das "milk!" wieder. Mit abgefahrenen Deko-Konzepten erlebt das "milk!"
seinen zweiten, wenn auch kurzen Frühling. Dj Tobi ist auch für Mannheim´s
ersten reinen Jungle-Rave in der Kult-Location "Walzmühle" verantwortlich.
NTT verkauft über 5000 Exemplare von "4 o´clock in the morning"
von Darren Beale, der Jahre später als Decoder oder Kosheen weitere Hits
landen wird. Im Oktober findet die zweite Euphoria statt und im Dezember taucht
auf einmal im "milk!" ein Flyer auf, der auf eine Party in einem bis
dato unbekannten Club in Forst hinweist… aber das ist eine andere Geschichte.
Text: DJ Soulsurfer (Mai 2006)
Der Text erschien im resident
Magazin und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Ihr habt Kommentare / Fragen? Diskutiert das Feature im
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