Hersteller: Behringer Produkt: Studiomischpult Preis: ca. 350,- Released: Sommer 2003
Studiomischpulte haben wir euch bis Dato noch nicht so oft vorgestellt. Fleißige
Leser können sich daran erinnern, dass bis jetzt nur ein Soundcraft-Mischpult von uns getestet wurde. Nun geht’s weiter und wir haben für
Euch das Behringer-Mischpult UB 2442 FX- Pro ins Testlabor geschickt.
Behringer - Just listen
Studiomischpulte haben wir euch bis Dato noch nicht so oft vorgestellt. Fleißige
Leser können sich daran erinnern, dass bis jetzt nur ein Soundcraft-Mischpult von uns getestet wurde. Nun geht’s weiter und wir haben für
Euch das Behringer-Mischpult UB 2442 FX- Pro ins Testlabor geschickt.
Generell kann man den Mixer als kompakten 16 - Kanal –Mixer bezeichnen,
der im schicken Silbergrau viele Signale verwalten kann. Zur Verfügung stehen
insgesamt 16 Kanäle, wobei die ersten acht als Mono-Instanzen mit
XLR-Eingängen zu werten sind. Die letzten vier Kanalzüge sind
in Stereo vorhanden. Die Kanäle 9/10 und 11/12 haben zusätzlich auch
noch XLR-Eingänge zur Verfügung. Bei den Kanälen 13/14
und 15/16 stehen nur Line-Signale bereit. Kommen wir aber nun zum jeweiligen
Kanalaufbau. Bei den Mono-Instanzen sind ganz oben die Anschlüsse
für Mikrofon, Line-Eingang, der symmetrisch und unsymmetrisch betrieb
werden kann, und Insert-Anschluss vorhanden. Letzteres dient dazu, dass
ein Effektgerät bzw. ein Kompressor in den Signalfluss mit aufgenommen werden
kann. Das Signal wird dazu vor der Bearbeitungssektion herausgetrennt und dann
jeweils im externen Gerät bearbeitet. Über die Stereo-Aux-Returns wird dann das bearbeitete Signal wieder auf den Main-Mix hinzugemischt.
Gesamtansicht Behringer UB 2442 FX Pro
Unter den Inserts sind der Gain-Regler und ein Low-Cut-Filter, der bis 75 Hz alle Frequenzen herausschneidet. Darunter ist die Haupbearbeitungssektion
des Mischpults. Hier findet man die semiparametrischen Equalizer und die Aux-Sends-Kanäle. Diese sind beim UB 2442 FX- Pro gut ausgestattet. Die
Höhen werden um 12 kHz bearbeitet. Bei den Mittenfrequenzen kann man sich
selber aussuchen, ob man den Frequenzgang von 100 Hz bis 8 kHz verändert.
Die Tiefen werden wie bei den Höhen um einen festen Wert, hier 80 Hz, verändert.
Unter der EQ-Sektion kann man auf die vier Aux-Sends zugreifen.
Die ersten beiden sind dabei pre- oder postfader schaltbar. Dies ist eine nützliche
Funktion, da man sich selber aussuchen kann, ob man die Signale kanalabhängig
ansteuert oder nicht. Die letzten beiden Aux-Sends sind dafür fest
postfader geschaltet.
Des Weiteren hat der Hersteller den Balance-Regler zwischen den Kanalzug
und den Aux-Sends angebracht. Gleich darunter geht es mit der Kanalzug-Sektion, also dem dazugehörigen Mute-Schalter und der LED,
der Solo-Taste und der Peak-Anzeige weiter. Leider hat Behringer
aus Platzgründen keine LED-Anzeige für die Solo-Funktion
mitverbaut. Schade!
Neben dem Kanalfader, der im Übrigen von-60 dB bis + 10 dB reicht, steht
die Auswahl für Sub-Gruppen und dem Main-Mix bereit. Die Sub-Gruppen dienen
im Übrigen dazu, dass man für bestimmte Signale einen Vormix machen
kann und diesen Vormix auch dementsprechend über separate Ausgänge herausgibt.
Rückseite, Anschlüsse
Die Stereo-Kanäle sind ähnlich aufgebaut, wie die Mono-Kanäle.
Der einzige Unterschied liegt nur in der Equalizer-Funktion. Hier hat der Hersteller
keine semiparametrischen EQs verbaut. Die Frequenzbänder liegen hier um 12000,
3000, 500 und 80 Hz.
Auf der rechten Seite des Mischpults hat Behringer zudem die Effekt- und Mastersektion
untergebracht. Neben dem Mainmix-Regler gibt es, wie oben schon besprochen, die
Subgruppen, die einen Vormix erlauben. Hier können bei der Aufnahme einzelne
Spuren oder Gesamtspuren zusammengemischt werden und separat herausgegeben werden.
Darüber sind die 99 Effekte, wie Flanger, Compressor, Delay und so weiter
untergebracht. Man muss bei diesem Mischpult zwei Arten von Effekten unterscheiden.
Zum einen gibt es bei dem Mixer Paralleleffekte, die geroutet werden können.
Die anderen 30 Effekte sind nicht zum Zumischen, sondern für die komplette
Soundbearbeitung verantwortlich. Kleines Beispiel gefällig?
LED - Anzeige
In der ersten Gruppe sind Effekte wie Delay oder Echo vorzufinden, welche ganz
normal hinzugemischt werden können. Die zweite Gruppe gibt so genannte Kombinationseffekte
aus. Allgemein kann man zu den Sounds der Effektalgorythmen sagen, dass sie sich
ganz O.K. anhören. Wir haben zwar schon bessere gehört, können
aber angesichts des Preises uns nicht beschweren. Wer aber ein bisschen mehr Wert
auf den Klang der Effekt legt, der sollte doch lieber zu einem seperaten Effektgerät
greifen, da damit bessere Ergebnisse erzielt werden können.
Neben der LED-Anzeige befindet sich die Lautstärkenregelung für die
Kopfhörer. Daneben gibt es aber zudem auch noch Schaltvorrichtung für
die Kopfhörerauswahl. Es stehen insgesamt Main-Mix, Subgruppen, und Tape
zur Verfügung. Man kann daher nicht nur die Sub-Gruppen und den Main-Mix,
sondern auch die Tapeausgänge benutzten. Dies ist sehr vorteilhaft, da man
nicht beim Tape oder DAT-Recorder nachhören muss. Dieses Feature nennt sich
Hinterbandkontrolle. Schön, dass der Hersteller daran gedacht hat!
Fazit Behringer UB 2442 FX Pro
So gesehen kann man daher sagen, dass das UB 2442 FX- Pro ein recht interessantes
Mischpult ist. Die Qualität der Klangverarbeitung ist zwar nur Mittelmäßig,
im Gegensatz zu früher aber sehr viel besser. Das Preis-Leistungsverhältnis
ist zudem bei Behringer unschlagbar. Für gerade einmal 350,- € Straßenpreis
bekommt man als Anfänger, so wie als Fortgeschrittener ein gutes Mischpult,
dass seinen Anforderungen gerecht wird. Will man allerdings einen höheren
Qualitätsstandart, so muss man sich auch bewusst sein, dass dann wesentlich
mehr Geld ausgegeben werden muss. Wir werden im Sommer noch so einige Mischpulte
durchtesten. Was da so alles im Jahre 2004 auf den Deutschen Markt kommt, bleibt
abzuwarten. Wer es aber nicht erwarten kann, der sollte mal auf die Homepage von
Behringer gehen. Dort gibt es interessante Sachen zu sehen. Behringer
UB 2442 FX Pro Homepage Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net
und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.