Wer nicht gleich auf ein Komplett-System von Soundscpae, Digidesign oder Creamware
abfahren will, ist bei T.C. Electronic sehr gut aufgehoben. Mit vier kräftigen
DSP-Chips und Plug-Ins von Sony, Access Music, T.C Electronic etc. bekommt man
tatkräftige Unterstützung.
t.c. electronic
Nun machen wir seit über zwei Jahren Testberichte für Euch und haben
immer noch nicht alles beim Testen durch. Dass das auch nicht so kommen wird,
sorgen Hersteller jedes Jahr aufs Neue. Nun hat die Firma TC Electronic vor über
zwei Jahren eine DSP-Karte herausgebracht, die dem Produzenten bei seinem
Handwerk unterstützen soll.
Heute geht es um die TC Powercore Firewire.
Viele von Euch werden die Firma TC Elektronic gar nicht kennen. Dabei ist die
Firma schon ganz lange dabei, haben sie doch in den letzten Jahren immer wieder
bewiesen, was sie so für amtliche Geräte bauen können.
Dass diese dann auch eine Stange Geld kosten können, ist dabei nicht verwunderlich.
Professionelle Qualität kostet eben seinen Preis. Ein großer Kostenfaktor
in der Vergangenheit war ja immer das Gehäuse und die Bedienung inklusive
Hardware gewesen. Der Preis ist glücklicherweise gesunken. Man bezahlt zwar
nicht wenig Geld für eine Powercore-Karte nebst Plug-Ins. Die Software und
somit die Algorithmen sind aber austauschbar und nicht so teuer wie die Original-Hardware.
Zudem steuert man die Software mittels Computer, sodass der frühere Kostenfaktor
nicht mehr zum Tragen kommt.
Gesamtansicht Powercore - Firewire
Das Powercore-Konzept ist zudem nicht kompliziert. Neben den drei Hardware-Varianten,
die als interne „PCI“-Variante, kleiner „Compact“-Variante
und großer „Firewire“-Variante erscheinen, gibt es neben dem
unterschiedlichen Aussehen noch in den technischen Eigenschaften Unterschiede.
So hat die PCI- bzw. Elements-Variante, die sich nur von der Software-Ausstattung
unterscheiden, vier Motorola 100 MHz DSPs mit 128 kWord SRAM pro DSP und eine
200 MHz Motorola 8240 PowerPC-CPU.
Die Hardware ist in einem 19’ Zoll Einschubrack, das die Größe
einer Höheneinheit besitzt, verbaut. Dieser Kasten besitzt an der Frontseite
das Powercore-Logo, das in den unterschiedlichen Betriebsarten leuchtet. Gleichzeitig
werden hierüber auch Fehlermeldungen angezeigt. Im Gehäuse sind 4 x
Motorola 56367 DSP/150 MHz verbaut, wobei man ungefähr sagen kann, dass 100
MHz DSP-Power mit 1000 MHz einer Intel CPU vergleichbar sind. Auf der Rückseite
sind nun der Strom- und Firewire-Anschluss verbaut.
Im Lieferumfang gibt es von TC Electronic noch gute Effekt - Plug-Ins, wie:
Plug-In
24/7•C Limiting Amplifier: Kompression und Limiting in absolut überzeugender
Vintage-Qualität für die PowerCore-Plattform-das ist der 24/7•C.
Der 24/7•C wurde nach dem Vorbild eines beliebten klassischen Dynamikprozessors
entwickelt, der als Synonym für edelsten Vintage - Sound gilt. Er eignet
sich für Mix und Mastering
Chorus-Delay: Das Chorus - Delay wurde nach dem Vorbild des TC Electronic
1210 Spatial Expander entwickelt und ermöglicht sowohl Modulationseffekte
wie Chorus und Flanger als auch Slap - Delays. Um die Arbeit bei tempo-basierten
Anwendungen zu erleichtern, haben die Entwickler den Delaytime - Parameter durch
einen BPM - basierten Eingabebereich ergänzt. Hierdurch wird das Arbeiten
für Neulinge zum Kinderspiel. Erfahrenen Profis wissen aber auch damit umzugehen,
wodurch eine Arbeitsweise für alle Interessenten in Frage kommt und nicht
nur den alten Hasen ermöglicht wird.
Classic Verb: Das Classic Verb erweitert die Bandbreite der »ab Werk«
mit PowerCore realisierbaren Reverbs erheblich. Dieses Reverb bietet einen warmen
und üppigen Klang, wie man ihn eigentlich nur von sehr teueren Hardwaresystemen
kennt.
Compensator: Dieses native, also nicht die PowerCore-DSPs belastende, Plug-In
unterstützt Sie, wenn Ihre Hostanwendung keine automatische Kompensation
für die Plug-In-bedingte Signalverzögerung bietet. Die Kompensation
sollte beim Host-Sequenzer eingeschaltet sein, da sonst das erzeugte Signal bzw.
der errechnete Effekt nicht synchron zum Song-Tempo läuft. Das Programm braucht
zur Verarbeitung der Algorithmen halt ein paar Millisekunden, was in Latenz ausgedrückt
wird, und benötigt daher eine Puffer, der den ganzen Song eben um die Latenzzeit
nach hinten verschiebt.
EQSat Custom: Der EQSat ist der Equalizer mit dem kristallklaren Klang
für professionelles Mastering. Der Algorithmus dieses EQs wurde direkt vom
TC Electronic Finalizer Mastering Processor übernommen! Er bietet Low und
High Shelving - Bänder sowie drei parametrisch ausgelegte Stereobänder.
Der EQSat Custom ist ein sehr gutes Werkzeug für die exakte Klangbearbeitung.
Master X3: Master X3 liefert den entscheidenden Kick für Mix und Mastering.
Der MASTER X3 ist die virtuelle Nachbildung des TC Electronic Finalize jenes Masteringprozessors,
der als Standard im professionellen Audiobereich gilt. Der X3 beschleunigt das
Mastering, indem er mehrere Arbeitsschritte zusammenfasst und unter einer übersichtlichen,
leicht bedienbaren Benutzeroberfläche zur Verfügung stellt. Er bietet
Multiband- Signalverarbeitung, wobei Expansion, Kompression und Limiting separat
auf jedes Band angewendet werden können. Die intuitive Benutzeroberfläche
vereint zahlreiche Ideen, die das Mastering schneller und einfacher machen. Die
Gesamtcharakteristik wird mit Zielkurven gesteuert, die durch eine einheitliche
Steuerung der Equalizerbänder aller Module die Signalbearbeitung vereinfachen.
Die Wechselwirkung zwischen den Bändern kann durch „Zielfaktoren“
abgestimmt werden, die den Wirkungsbereich jedes Moduls bestimmen. Auf diese Weise
wird die Zahl der Parameter, die der Anwender für diesen komplexen Vorgang
festlegen muss, erheblich reduziert. Und per »Soft Clipping« kann,
wenn es gewünscht ist, sogar ein »analoger« Klangcharakter erzielt
werden.
MegaReverb: Die Technologie des MegaReverb entspricht den Algorithmen Core
1 und 2 des TC Electronic M5000, wobei die Qualität der Hallfahne aufgrund
neuer Innovationen bei der Reverbentwicklung nochmals verbessert werden konnte.
Plug-Ins für PowerCore müssen eigens für diese Plattform entwickelt,
beziehungsweise angepasst werden. So genannten nativen Plug-Ins, die auf der CPU
des Computers laufen, profitieren nicht von der DSP - Leistung des PowerCore.
Powercore - Firewire
Dritthersteller wie SONY, TC - Helicon, DSound, Waldorf, Acces Music, Noveltech
und viele weitere programmieren ebenfalls für die Powercore-Plattform. Der
große Vorteil liegt nun darin, dass man anderes Firmen Know How auf diese
Weise nutzen kann. So ist es zum Beispiel möglich, die Equalizer der Sony
Qxford-Mischkonsolen oder den Virus von Access Music virtuell zu benutzen.
Wer nun ordentlich die Powercore-Karte einsetzt, wird feststellen, dass die Leistung
sich bald dem Ende zuneigen wird. Wem die Leistung daher zu niedrig ist, kann
noch eine zweite Karte hinzukaufen und diese dann kaskadieren.
Letzt genanntes ist zudem auch gleichzeitig das einzige, was bei der Powercore-Karte
zu bemängeln ist. Hier kann man nur an TC Electronic appellieren, dass die
Leistungsfähigkeit durch stärke DSPs gesteigert wird und so nicht gleich
zu einem zweiten Karte gegriffen werden muss.
Fazit T.C. Electronic - Powercore Firewire
Die Powercore Karte von TC Electronic ist ein gutes Zusatztool, dass den Produzenten
beim Mischen und Sounds kreieren gut unterstützt. Der Name TC Electronic
steht für Qualität und ist gerechtfertigt.
Wer nicht gleich auf ein großes DSP –System wie von Digidesign, Creamware
und Soundscape aus ist, sollte sich die Karte von TC gut anschauen. Mit einem
Straßenpreis von 1.290,- € ist sie angemessen im Preis bemessen.
Wir können hoffen, dass die Leistung der DSP-Prozessoren steigen
und zudem immer mehr qualitative Software von namenhaften Herstellern angeboten
wird. T.C.
Electronic - Powercore Firewire Homepage Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net
und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.